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Infos und Ablauf einer Laser-Behandlung

Zu Beginn steht die Suche nach einer kosmetischen Einrichtung welche überhaupt am Kopf lasert. Leider gibt es in Deutschland nur wenige Studios welche Glatzen lasern. Die meisten Studios werden sich erfahrungsgemäß weigern und bisweilen die abenteuerlichsten Ausreden auftischen! Hier ist Durchhaltevermögen bei der Suche nötig! Nachdem man ein Studio gefunden hat sollte man ein Beratungstermin verbeinbaren. Generell wird vor jeder dauerhaften Haarentfernung ein Beratungstermin vorausgesetzt wo man über Risiken und Nebenwirkungen sowie über die eigene Eignung aufgeklärt wird. Hierbei sollte man auch nicht das billigste Studio wählen sondern der Gesundheit zur Liebe ein paar Euro mehr investieren. Im Idealfall lässt man sich in einer Fachklinik beraten und behandeln! Sind Laien am Werk, drohen schwere Verbrennungen, Pigmentstörungen, Narben und aus der Glatze wird ein Horror-Albtraum ohne Erwachen! Dazu werden in Billig-Studios bisweilen fragwürdige Gerätschaften genutzt welche nicht der europäischen Norm für Medizinprodukte entsprechen und eine gesundheitliche Gefahr darstellen könnten! Generell sollten Sie einige Wochen vor der Behandlung (unabhängig von der Stelle am Körper!) längere Sonneneinwirkung und Solarien-Besuche vermeiden da es andernfalls zu Pigmentstörungen kommen kann. Auch darf nicht epiliert werden!

Vorbereitung auf die Behandlung

1 Tag vor der Behandlung, am besten aber am Tage der Behandlung selbst sollten Sie sich den Kopf mit einem Nassrasierer rasieren! Andernfalls würde die Prozedur noch schmerzhafter und es geht unnötig viel Energie durch das Verbrennen der sichtbaren Haare verloren. Dazu ist im glattrasierten Zustand der Weg zur Wurzel kürzer und die Effizienz wahrscheinlich größer. Es dürfen keine Crems und sonstigen Pflegeprodukte benutzt werden vor dem Lasern!

Wie fühlt sich eine Laser-Behandlung am Kopf an?

Vorweg: Die Behandlung am Kopf ist schmerzhaft und nichts für Leute mit geringer Schmerztoleranz! Je nach Laser-Verfahren fühlt es sich anders an. Ich gehe hier von meinem Verfahren aus bei dem ein “Alma Leda Epi 808”- Diodenlaser mit 12x50 mm großem Spot + Luftkühlung eingesetzt wird. Man spürt zunächst das Aufsetzen als Kälte an der Stelle. Während dem Laservorgang spürt man ein schmerzhaftes “Prickeln oder Brutzeln” in/unter der Haut. Erinnert entfernt an das Kribbeln von Strom, nur mit schmerzhafter Untermalung. Nun wird der Laser ein Stückchen weiter platziert und der Vorgang wiederholt. Je nach Geschwindigkeit kann der Schmerz an die Schmerzgrenze gehen und es sind kleinere Pausen nötig in denen der Schmerz abklingen kann. Bei mir hat sich die Wirbel-Region als am schmerzhaftesten gezeigt, die geringste Schmerzempfindung war  jedoch der Oberkopf. Je nach Schmerzempfinden und Notwendigkeit von Unterbrechnungen dauert die Behandlung am Kopf etwa 30 - 50 Minuten. Die Dauer hängt aber auch von der Spotgröße und dem Laser-Verfahren ab. Meistens klingt der Schmerz der zuerst behandelten Regionen schon während der Behandlung ab sodass praktisch nach Beendigung der Prozedur keine Schmerzen auftreten, allenfalls ein geringes Brennen KANN zunächst anhalten was sich aber meistens in kurzer Zeit komplett legt.

Was passiert nach der Behandlung?

Unmittelbar nach dem Lasern ist der Kopf deutlich gerötet. Jedoch klingt die Rötung schon nach kurzer Zeit ab. So sieht man je nach persönlicher Hautreaktion die nächsten Stunden erstmal nicht viel. In meinem Fall hat sich die “5 Tage-Regel” etabliert: Bei meiner ersten Behandlung kam es 3 Stunden später zu leichten Schwellungen mit einem schmerzlosen Pochen. Die Schwellungen waren jedoch nur als minimale Rötung zu erahnen. Bei der zweiten Behandlung traten diese Schwellungen jedoch nicht auf, auch nicht bei den vergessenen Stellen aus der 1. Behandlung. Zu Beginn des ersten Tages sieht man je nachdem leichte Rötungen welche sich im Laufe des Tages verstärken. Dabei kann es im Verlauf zu starker Pickelbildung am ganzen Kopf kommen. Dabei handelt es sich um hunderte kleine weiße Pickelchen. Diese sollte man nicht ausdrücken! Auf das Rasieren sollte die ersten 5 Tage nach der Behandlung tunlichst verzichtet werden, auch wenn überall zu hören ist, dass die Rasur problemlos erfolgen kann - ich habe diesen Fehler nur bei nach der ersten Behandlung gemacht! Beim Duschen sollte man auf sehr warmes Wasser und Waschmittel verzichten - zumindest bis Tag 4. Ich habe den Kopf bis Tag 2 komplett aussenvor gelassen beim Duschen. Die Reizungen und Pickel sind bei mir an Tag 2 in maximaler Stärke ausgeprägt. Der Kopf verwandelt sich nun in ein Schlachtfeld da die Stoppeln nachwachsen und alles verpickelt ist. Besonders im Nacken ist es bei mir extrem. Auch wenn davon abgeraten wird: Ich steche vor dem Duschengehen die größten Pickel im Nacken an aber drücke sie nicht aus. Beim Duschen wird der Inhalt dann ausgespült. Schmerzen treten aber keine auf. Lediglich beim Liegen auf dem verpickelten Hinterkopf an beim Bewegen des Kopfes auf dem Kissen ein leichter Schmerz auftreten. Hat man Tag 2 überstanden soltle es bergauf gehen. An Tag 3 lassen die Pickel rasch nach und auch die Rötungen werden wieder blasser. Durch das Gestoppel, besonders wenn durch stümperhaft durchgeführte Behandlungen zuvor ein “Raster”/Muster am Kopf entstanden ist kann der Anblick der pure Horror sein! Hier sollte man nicht nur zum Sonnenschutz eine Kappe tragen wenn man das Haus verlässt in die Öffentlichkeit! An Tag 4 sind die allermeisten Rötungen bereits fast verschwunden und nur noch wenige Pickelchen vorhanden, die restlichen vertrocknen und der Kopf beginnt zu schuppen und es kann ein leichter Juckreiz auftreten. Das Jucken sollte man aber vermeiden. Mitunter kann hin und wieder für wenige Sekunden ein Ziehen und Stechen zu spüren sein. An Tag 5 sollten die Reizungen weitestgehend weg sein und in meinem Fall war eine erste, sanfte Rasur möglich um das Schlachtfeld am Schädel zumindest optisch etwas zu entschärfen. Bei der Rasur ist undedingt darauf zu achten dass man ohne Druck rasiert! Versuchen Sie nicht, den Kopf babyglatt zu rasieren - es würde die heilende Haut unnötig reizen! Lassen sie den Rasierer nur durch sein Eigengewicht vorsichtig in kurzen Zügen über die Haut fahren. Das Ziel dieser Rasur soll nur die Wiederherstellung der kahlen Optik sein. Die Haarlänge beträgt an Tag 5 etwa 2 mm was die Rasur zur Geduldsprobe machen wird! Die Benutzung einer Haarschneidemaschine kann die Haut sogar mehr reizen als eine Rasur da der Schneidkopf feste aufgedrückt werden müsste! Fühlen Sie sich noch nicht bereit für die Rasur sollten sie noch warten! In meinem Fall ging die Rasur ohne Zwischenfälle wie neue Rötungen oder Blut über die Glatze! Nach der Rasur können eventuell leichte Rest-Rötungen und Schuppen vorhanden sein welche durch die Stoppeln zuvor verdeckt waren. Sollten Sie vorher schon Rötungen sehen ist von der Rasur dringend abzuraten! An Tag 6 rasiere ich nicht um der Haut Zeit zur Heilung einzuräumen. Auch die Rest-Reizungen sollten jetzt weitestgehend abgeklungen sein. Ich empfehle diesen Tag zu pausieren wenn an Tag 5 zuvor rasiert wurde. Ab Tag 7 sollte eigentlich alles komplett überstanden sein und ich kann ab Tag 7 wieder weitgehend normal rasieren. Optisch sollte jetzt alles wieder so aussehen wie vor der Behandlung. Nun folgt etwa eine Woche in der sich nichts tut. Man könnte glauben dass alles für die Katz’ war. Es kann ganz normal rasiert werden. Ab Tag 12 sollte man beim Rasieren genauer hinsehen denn in den folgenden Tagen sollten die ersten Haare ausfallen! Man sieht dann beim Ausspülen des Rasierers Stoppeln von 1-3 mm Länge. Zur besseren Kontrolle lässt man mit der Hand Wasser auf den Rasierkopf tropfen sodass der Schaum sam Inhalt gemächlich am Waschbecken zum Abfluss läuft. So kann man gut “kontrollieren” ob was drin ist (im Schaum) Der individuelle Ablauf kann variieren - die Beschreibung bezieht sich auf meine Erfahrung. In den Tagen nach dem 13. Tag sollten beim Rasieren viele Stoppeln sein welche auch beim Kontrollieren deutlich zu sehen sein sollten. Der Höhepunkt des Stoppelaufkommens war bei mir um Tag 17 herum. Ab Tag 15 wurden bei mir allmählich erste Veränderungen sichtbar. Nach etwa Tag 20 sollten deutliche Veränderungen zu sehen sein. Nach etwa Tag 25 ist die Haarausfall- Phase weitestgehend beendet und das Ergebnis der Behandlung (hoffentlich) gut zu erkennen. In meinem Fall entstand ein entstellendes “Raster” am Kopf aus fast kahlen Stellen in Wechseln mit vergessenen Stellen da man bei mir ungründlich gearbeitet/gepfuscht hat. Für mich begann damit ein Albtraum welcher jedoch “nur” ästhetischer Natur war. Mit den Folgebehandlungen sollte sich das Problem aber geben. Nach frühstens 4 Wochen sollte die nächste Behandlung erfolgen welche denselben Ablauf nach sich zieht. Mit steigender Behandlungszahl und damit sinkender Haardichte wird auch die Phase mit den Reizungen danach immer milder verlaufen, dazu lässt auch die Schmerzhaftigkeit der Behandlung selbst nach! Folglich sind die ersten 2 Behandlungen am schmerzhaftesten.

Wieviele Behandlungen sind nötig für die perfekte Glatze?

Aus diversen Quellen habe ich gehört dass am Kopf etwa 7 bis 10 Behandlungen nötig sind um mehr als 90 bis 95% der Haare zu entfernen. Wieviele Behandlungen man genau braucht kann nicht sicher gesagt werden da jeder Mensch unterschiedlich gut auf die Behandlungen anspricht. Unter Umständen können später einzelne Haare nachwachsen wobei es sich hierbei dann um “erwachte” Follikel handelt welche der Laser nicht zerstören konnte da sie kein Haar produziert haben zu dem Zeitpunkt. Eventuell können wenige Nachbehandlungen nötig sein um auch diese zu zerstören.

Kosten:

Die Preisspanne einer Kopfbehahandlung kann grob zwischen 90 Euro und etwa 250 Euro liegen. Bei der Preisgestaltung spielen der Aufwand, die benutzte Technik sowie auch etwaige Zuschläge für Mediziner etc. eine Rolle. Laser-Behandlungen sind in der Regel deutlich teurer wie IPL-Verfahren von denen in den meisten Fällen eher abgeraten werden kann da IPL zumeist weniger effektiv ist. Die genauen Kosten werden Sie beim Beratungsgespräch in der Regel gesagt bekommen da eben mehrere Faktoren den Preis bestimmen. Generell gilt: Lieber etwas mehr zahlen!
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